Ein auf dem Eis rastender Vogelschwarm sieht von weitem aus, wie ein schwarzes Band. Bitte halten Sie Abstand zu solchen Bändern. Nicht nur, um die Vögel nicht aufzuscheuchen, sondern auch zu Ihrer eigenen Sicherheit: Dort wo Vögel sitzen, ist das Eis meist entweder noch sehr dünn oder es befindet sich dort sogar ein Wasserloch.

Wenn der Dümmer zufriert....

 

 

... ist er ein großer Anziehungspunkt für allerlei Eissportler. So schön das kalte Winterwetter für alle ist, die Eissport treiben oder auf dem zugefrorenen Dümmer spazieren gehen möchten, die Vogelwelt hat in dieser Zeit schwer mit der Witterung zu kämpfen. Müssen die Tiere doch die niedrigen Temperaturen in der Nacht, die dieses Jahr bereits mehrmals unter -10°C lagen, überstehen, und Nahrung ist kaum noch erreichbar. Sie reagieren darauf mit einer Reduzierung ihrer Bewegungen. Sie erstarren förmlich, denn jede Bewegung bedeutet einen Energieverlust. Ist schließlich alle Energie verbraucht, sind Fett und sogar Muskeln im Körper abgebaut, dann können sie dem Tod nicht mehr entkommen.

 

Bei kalter Witterung bedeutet jede Störung der Vögel, vor allem Störungen, die zum Auffliegen der Tiere führen, einen Energieverbrauch. Bei anhaltenden Störungen über einen langen Zeitraum können die Tiere den Energieverbrauch nicht mehr ausgleichen.

Ruhezone am See

Über die Dümmer-Steinhuder Meer-Verordnung wurde am Dümmer eine Ruhezone ausgewiesen, damit die rastenden Vögel auf dem zugefrorenen See einen Rückzugsraum haben, in dem sie vor Störungen geschützt sind (§18, Abs. (2)).

Die Ruhezone erstreckt sich über den südwestlichen Bereich des Dümmers, und zwar westlich einer gedachten Linie vom Olgahafen nach Hüde. Dieser Bereich darf nicht befahren und nicht betreten werden.

Östlich und nördlich der Linie ist der Eissport ohne Einschränkungen gestattet. Die Eisfläche ist von den Orten Lembruch und Hüde von der Ostseite des Dümmers und vom Olgahafen von der Nordseite aus zu erreichen. Vom Süden oder vom Westen her ist der Zugang zum See jedoch nicht gestattet.

Gänsesäger...

...ziehen in größeren Trupps durch die Wasserlöcher und halten sie damit offen. Frieren die Löcher zu, müssen die Vögel wegziehen und ein Fließgewässer suchen, das noch offene Stellen aufweist. Denn ohne Wasser gibt es keine Nahrung, und das geht nur für eine sehr kurze Zeit gut.

 

 

 Stockenten...

...sind hart im Nehmen. Sie sind die winterfestesten Enten aller Arten, die am Dümmer rasten. Selbst wenn alle Wasserlöcher zufrieren, harren sie noch auf der Seefläche aus. Nur die Weitflächigkeit der Eisfläche gibt ihnen dann Schutz. Sie halten sich möglichst weit entfernt vom Ufer auf, um einen Fuchs rechtzeitig erkennen zu können.

 

 Wasserrallen...

...bleiben bei milder Witterung im Winter am See. Werden sie von einem Kälteeinbruch überrascht, dann schaffen sie es nicht mehr wegzuziehen. Sie versuchen dann am Rand von Fließgewässern noch etwas Nahrung zu finden. Frieren diese auch noch zu, dann wird es eng.

 

 

 

 

  Graureiher...

...werden häufig von Kälteeinbrüchen überrascht. Sie versuchen die kalte Zeit zu überdauern, indem sie vor allem Energie sparen. Sie bewegen sich kaum noch, plustern sich auf, ziehen den Hals ein. Dauert die Kälteperiode jedoch länger als vierzehn Tage und liegt vielleicht auch noch Schnee, so dass die Vögel nicht an Nahrung, wie z.B. Mäuse, gelangen können, dann nützt ihnen all dies nichts mehr. Graureiher haben eine sehr hohe Wintersterblichkeit.

 

 

 

 

 

 

 Rohrdommeln...

...werden durch Kältewinter noch empfindlicher getroffen als Graureiher. Hauptnahrung von Rohrdommeln sind Fische, die sie im durchfluteten Schilf fangen. Ist der See jedoch zugefroren, dann fällt diese wichtige Nahrungsquelle aus. Im Gegensatz zum Graureiher verlassen Rohrdommeln nur sehr ungern ihre Deckung. Auf Wiesen auf Mäusejagd zu gehen, kommt für sie nicht in Frage. So bleibt nur das Energiesparen, um eisige Zeiten zu überleben.

 

 

 

 

 

 

 

 Blässgänse...

...schlafen in großen Ansammlungen auf der Eisfläche des Sees. Wenn kein Schnee liegt, finden sie auf den Flächen rund um den Dümmer noch etwas Nahrung. Mit den kalten Temperaturen steigt ihr Energieverbrauch jedoch stark an. Auch sie versuchen sich dann möglichst wenig zu bewegen. Ist es besonders kalt, dann ziehen sie Kopf und Füße ein und versuchen so Tag und Nacht zu überstehen. Ihr Problem: Sie stammen aus Sibirien und müssen sich Fett anfressen, um wieder dorthin zurückkehren zu können und dort zu brüten. Ein strenger Winter kann den Rückzug und die Brut gefährden.

 

Nach zwei Wochen mit strengem Frost sind die Energiereserven von Graureihern meist aufgebraucht.

Wichtiges Rastgebiet für nordische Gänse und Enten

 

Der  Dümmer ist das Überwinterungsgebiet zahlreicher Vogelarten, die aus Nordskandinavien und Sibirien kommen. Selbst wenn der Winter sich von seiner strengen Seite zeigt, harren sie am See und auf den umliegenden Flächen aus. Am See halten sie sich so lange wie möglich Wasserlöcher offen. Oft versammeln sich Tausende Vögel an einem solchen Wasserloch. Dieses kann jedoch nur offen bleiben, wenn die Vögel nicht aufgescheucht werden. Bei Störungen sind sie gezwungen, den See für einige Stunden zu verlassen, dann friert es zu.

 

Das Wasserloch bietet den Vögeln Wasser, um zu trinken. Fischfressende Arten, wie der Gänsesäger, können dort noch auf Nahrungssuche gehen. Schließlich bietet es Schutz vor Raubsäugern, etwa dem Fuchs, der den Vögeln auf dem Eis nachstellt. Manche Vögel, wie der Haubentaucher, können nur auf einer offenen Wasserfläche in die Luft starten. Einmal auf einer geschlossenen Eisdecke gelandet, ist das Leben für diesen Vogel beendet.

Achtung!

Bitte nehmen Sie auf die Vögel im Dümmergebiet Rücksicht.

 

Halten Sie einen ausreichenden Abstand zu Vogelgruppen, aber auch zu einzelnen Tieren.  erkt ein Vogel auf, d.h. macht er einen langen Hals, dann ist er beunruhigt und wird bei weiterer Annäherung auffliegen.

 

Machen Sie einen großen Bogen um offene Wasserstellen. Sie sind für alle Vögel von besonderer Wichtigkeit, denn hier gibt es Wasser und vielleicht lässt sich hier doch noch das ein oder andere Wassertier erbeuten. Wird an solchen Stellen immer wieder gestört, verlassen die Vögel den Bereich, denn es kostet sie zu viel Energie, immer wieder aufzufliegen.

 

Achten Sie die Ruhezone und weisen Sie auch andere auf diese wichtige Zone hin. Damit Vögel Energie sparen können - und das müssen sie ohne erreichbare Nahrung - brauchen sie unbedingt Ruhe vor Störungen.

 

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